Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

urlaubsbedingt legen wir eine zweiwöchige Pause ein. Der nächste Newsletter wird pünktlich zur Unterhauswahl in Großbritannien am 8. Juni 2017 erscheinen.

Ihr Klaus Stopp
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
18. Mai 2017
 
 
 
 
Das alte deutsch-französische Ehepaar entdeckt sich neu
 
 
 
Kritik an Deregulierung der US-Banken
 
 
 
IWF fordert höhere Löhne für Deutschland
 
 
 
Ein Maulwurf für den sanften Brexit
 
 
 
Im Dauerwahlkampfmodus
 
 
 
Corporate Bonds: Emissionsreigen für Investoren
 
 
 
ÜBERBLICK NEUE UNTERNEHMENSANLEIHEN
 
 
 
MARKTDATEN AKTUELL
 
 
 
Aktuelle Marktentwicklung
 
 
 
ÜBERBLICK NEUE COVERED BONDS, FINANCIALS, STAATSANLEIHEN
 
 
 
Währungsanleihen: Euro auf der Überholspur
 
 
 
ÜBERBLICK AUSGEWÄHLTE FREMDWÄHRUNGSANLEIHEN
 
 
 
WEITERE NEWSLETTER DER BAADER BANK
 
 
 
 
 
 
 
 
Steht der Einstieg in den Ausstieg nun doch bevor?
 
Wenige Tage nachdem die Bundesbank angesichts des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) vor einer Überforderung der Geldpolitik gewarnt hatte, kam die Meldung, dass das Tempo der Ankäufe nochmal erhöht worden war. So nahmen die EZB zusammen mit den nationalen Notenbanken in der Woche zum 12. Mai Staatstitel über 12,03 Mrd. € in ihre Bücher auf, gegenüber 10,8 Mrd. € in der Vorwoche.
 
Klaus Stopp
"Man darf gespannt sein, ob die EZB im Juni ihre Leitlinien zugunsten einer strafferen Geldpolitik ändert."
 
In Folge des Ankaufprogramms sind die Notenbanken die größten Gläubiger der Eurostaaten, wie Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in Frankfurt feststellte. Aber das birgt in den Augen der Bundesbank die Gefahr, dass die Geldpolitik möglicherweise ins Schlepptau der Fiskalpolitik geraten könnte. Auf diese Weise würde Druck aufgebaut, hohe Schulden durch niedrige Zinsen tragfähig zu machen - und zwar auch dann noch, wenn die Inflationsentwicklung eigentlich höhere Zinsen erfordern würde. Inzwischen hat das Eurosystem im Zuge seiner geldpolitischen Ankaufprogramme laut Bundesbank Staatsanleihen im Wert von rund 1,5 Bill. € in die eigenen Bücher genommen. Dieser Wert entspricht 14% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Euroraum. Bis zum Jahresende rechnet Thiele mit 2 Bill. € oder 18% des BIP.

Wie lange soll das noch so gehen? Denn die Wirtschaftslage im Euroraum hat sich positiv verändert, die Inflation ist bei 1,9% angekommen, die sich die EZB immer selbst als Marke für ein Ende der ultralockeren Geldpolitik gesetzt hat. „This time hasn’t come yet“, sagte dazu Mario Draghi dieser Tage seinen Kritikern in den Niederlanden. Der EZB-Chef sieht die Inflation noch nicht nachhaltig auf dem Weg in Richtung des EZB-Zielwerts von knapp unter 2%. Dennoch gehen Beobachter wie Clemens Fuest, Chef des Ifo-Instituts in München, davon aus, dass die Notenbank ihren Kurs nicht mehr lange wird durchhalten können.

Weiterhin Druck in diese Richtung macht auch Jens Weidmann, einer der schärfsten Kritiker der lockeren Geldpolitik. So helfen in den Augen des Bundesbank-Chefs die sich festigende wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und der robuste Ausblick dabei, „die Normalisierung in den Blick zu nehmen“. Selbst Yves Mersch aus dem EZB-Direktorium äußerte sich vor kurzem in ähnlicher Form. Steht also der insbesondere von der Finanzbranche herbeigesehnte Einstieg in den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik kurz bevor? Zum Schwur kann es bereits im Juni kommen. Dann könnte die EZB tatsächlich, wie von vielen Beobachtern erwartet, ihre geldpolitischen Leitlinien ändern und im September bekannt geben, wie sie aus der expansiven Geldpolitik aussteigen will. Man darf also gespannt sein.

Klaus Stopp, Head of Market Making Bonds der Baader Bank
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






Macron bringt Schwung in die Beziehungen zu Deutschland











Die Eurozone krisenfester machen















Berlin und Paris können wichtige Impulse für stärkeres Europa geben
 
Alte Liebe, neu entdeckt
 
Mit Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy und Francois Hollande hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits drei französische Präsidenten „überlebt“. Betrachtet man das Verhältnis aber auf der Ebene von Deutschland und Frankreich, so mag die alte Ehe der Nachbarstaaten etwas in die Jahre gekommen sein. Mit dem Neuen im Elysée-Palast aber kommt wieder Schwung in die Beziehung. Emmanuel Macron ist mit dem Versprechen angetreten, dass Frankreich seine Verpflichtungen einhalten werde und die notwendigen Reformen von Paris ausgehen müssten. So spricht Macron immer wieder von „tiefgreifenden Reformen“ für sein Land. Damit hat er sich Respekt in der europäischen Gemeinschaft verschafft, besonders in Deutschland, das er bereits einen Tag nach seiner Amtseinführung besucht hat.

Bei seinem Treffen mit der Kanzlerin wurde ein Fahrplan vereinbart, der vorsieht, die mittelfristige Zukunft Europas zu erarbeiten. Themen sind dabei nicht nur der Austritt Großbritanniens, sondern auch die Frage, wie die Eurozone vertieft und krisenfester gemacht werden kann. Merkel sprach von einer „neuen Dynamik", Macron skizzierte einen „Akt der Neugründung Europas und der Eurozone" in engster Abstimmung zwischen Paris und Berlin. Um die Europäische Union (EU) zu modernisieren, können sich beide Politiker auch vorstellen, bestehende Verträge zu ändern – solange es sinnvoll sei. Für ihn gebe es jedenfalls keine Tabus, versicherte Macron, der im Wahlkampf eine klar pro-europäische Linie gegen die rechtspopulistische EU-Gegnerin Marine Le Pen vertreten hatte. Positiv wurde in Berlin auch registriert, dass Macron eine Vergemeinschaftung alter Schulden ablehnt und sich gegen Eurobonds ausspricht. Allerdings machte sich der 39-Jährige für eine neue Investitionsoffensive in der Eurozone stark. „Wir müssen frisches Geld einbringen", forderte er.

Auch wenn noch vieles unklar ist, etwa wie die Befugnisse eines Eurofinanzministers aussehen sollten, den Macron fordert, so ist doch offensichtlich, dass nach den Wahlen 2017 für Deutschland und Frankreich vier Jahre folgen werden, in denen sich die Zukunft der EU und der Eurozone entscheiden wird. Wenn es tatsächlich gelingen sollte, dass die beiden Partner zügig konkrete Projekte auf den Weg bringen, können davon wichtige Impulse für ein sichtbareres und stärkeres Europa, etwa in der Steuer-, Verteidigungs- und Außenpolitik, ausgehen, wie es Merkel sagt. Dann hätten Deutschland und Frankreich Europa vielleicht nicht neu erfunden, aber die Gemeinschaft vor ihrem Zerfall bewahrt.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 




Märkte warten erst einmal ab
















Klare Absage an Lockerung







Kritik kommt auch von der EZB
 
Kritik an Deregulierung der US-Banken
 
Man reibt sich schon verwundert die Augen, wie die Prahlsucht von „D. T., dem Unberechenbaren“ gegenüber dem russischen Außenminister Sergej Lawrow dazu geführt haben mag, Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Das Sicherheitsrisiko, das von dem US-Präsidenten ausgeht, lässt daher viele Anleger mit Blick auf die US-Märkte erst einmal abwarten – zumal sich die vollmundig angekündigten Anschubmaßnahmen für die Konjunktur weiter verzögern.

Eine dieser Maßnahmen mag die Deregulierung der Finanzbranche sein, von der ein Push für die Wall Street ausgehen könnte. Schließlich drängte einer der ersten Erlasse Donald Trumps auf die Überprüfung der Wall-Street-Reformen der Obama-Ära, die vor allem im Dodd-Frank-Gesetz enthalten sind. Eine Rückabwicklung der Bankenregulierung, die als Konsequenz aus der Finanzkrise gezogen wurde, stößt aber auf immer mehr Kritik - nicht zuletzt bei der US-Notenbank Fed. Kein Geringerer als der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, erteilte einer Lockerung der Regulierung eine klare Absage. Einen Teil der Regulierung würde er zwar zurücknehmen, aber nur für kleine Banken, nicht für die Institute an der Wall Street, sagte Kashkari, der selbst Republikaner ist. Vor diesem Hintergrund wachsen bei den US-Banken die Zweifel an einer Deregulierung. Die Wahrscheinlichkeit einer Gesetzesänderung sei sehr begrenzt, zitiert die „Financial Times“ einen Wall-Street-Banker.

Kritik kommt auch von der Europäischen Zentralbank (EZB), deren Vizepräsident Vitor Constancio das Zurückdrehen der Reformen durch die Obama-Regierung für eine Art verzweifelten Versuch hält, zu einer alten Normalität zurückzukehren, die die Welt in die Krise geführt hat.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 









Finanziellen Spielraum nutzen
















Abkehr von striktem Sparen empfohlen







Abgaben für Spitzenverdiener
 
IWF fordert höhere Löhne in Deutschland
 
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat an die Bundesregierung appelliert, sich nicht auf der guten wirtschaftlichen Lage auszuruhen. Die deutsche Wirtschaft befinde sich zwar in einer glänzenden Verfassung, wozu Innovationen, frühere Reformen und ein gutes soziales Sicherungsnetz beitrügen. Allerdings fordert der Fonds von Deutschland Steuerentlastungen sowie höhere Löhne und zusätzliche Investitionen. Der zur Verfügung stehende finanzielle Spielraum sollte genutzt werden für Initiativen, um das Wachstumspotenzial ebenso zu verbessern wie Investitionen in die Infrastruktur, Digitalisierung, Kinderbetreuung, Flüchtlingsintegration und für eine Senkung der Steuerlast auf Arbeit, heißt es in dem neuen Länderbericht des IWF.

Dabei hält der IWF einen nachhaltigen Anstieg der Löhne und der Inflation in Deutschland für erforderlich, um die Preissteigerung in der Eurozone anzuheben und eine Normalisierung der Geldpolitik zu erleichtern. Eine stärkere Lohndynamik wäre hilfreich für die Wirtschaft und würde die Binnenkonjunktur ankurbeln. Im selben Zusammenhang fordert der IWF erneut einen Abbau des hohen deutschen Handelsüberschusses, den zuletzt sogar Wolfgang Schäuble als zu hoch bezeichnet hatte.

Der Bundesfinanzminister dürfte auch die Passage des Länderberichts aufmerksam gelesen haben, wonach eine Abkehr vom strikten Sparen in der Finanzpolitik empfohlen wird. Demnach soll die Bundesrepublik kleine Haushaltsdefizite in Kauf nehmen, um damit eine Steuerreform und Investitionsprogramme zu finanzieren.

Eine weitere Forderung des IWF lautet, höhere Abgaben für Spitzenverdiener in Deutschland einzuführen. So hält der Fonds höhere Steuern auf Eigentum für notwendig, um die Ungleichheit im Land stärker zu bekämpfen. Die Bundesregierung müsse mehr tun, damit Bürger aus verschiedenen Schichten am Wachstum teilhaben können. Der Währungsfonds kritisiert im Entwurf seines diesjährigen Deutschlandberichts vor allem die hohe Belastung von Menschen mit unteren Einkommen und die zu geringen Abgaben für Vermögende. Die Bundesregierung soll hierauf eher verschnupft reagiert haben.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 




Bank of England in der Zwickmühle



















Notenbank-Chef gibt sich zuversichtlich




 
Ein Maulwurf für den sanften Brexit
 
Die Bank of England (BoE) sitzt in der Zwickmühle. Auf der einen Seite will sie die lockere Geldpolitik beibehalten, um die britische Wirtschaft vor möglichen negativen Folgen des anstehenden Brexits zu schützen. Aber auf der anderen Seite ist die Inflation inzwischen auf 2,3% gestiegen, was immer mehr für eine Straffung der Geldpolitik sprechen könnte.

Zwischen den Stühlen sitzt Zentralbank-Chef Mark Carney auch bei seinem Vorgehen in der aktuellen politischen Situation im Zusammenhang mit den anstehenden Brexit-Verhandlungen. Während die britische Premierministerin Theresa May angekündigt hat, zur Not auch einen „harten Brexit" ohne Abkommen und Neuordnung zu akzeptieren, weiß Carney, dass dies nicht sehr bekömmlich für die Wirtschaft wäre. Also redet er einem „weichen Brexit“ das Wort, weshalb ihn die „Zeit“ auch schon mal als „Brexit-Maulwurf“ bezeichnet hatte. Schon früh hatte sich Carney in Hintergrundgesprächen für einen schonenden Übergang stark gemacht. Nun propagiert er auch offen sein Faible für die sanfte Lösung.

Carney gab sich vergangene Woche mit Blick auf die anstehenden Brexit-Verhandlungen zuversichtlich. So gehe die BoE von einem sanften Brexit mit einer Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sowie einer Übergangsphase aus, sagte er. Man habe keine alternativen Prognosen für einen ungeordneten Brexit ohne Einigung erstellt.

Zudem hält die Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins verharrt weiterhin auf dem historischen Tief von 0,25%. Gleichwohl stellten die Londoner Währungshüter eine mögliche künftige Straffung in Aussicht.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 







Ein Urnengang folgt dem nächsten










Für Europa lohnt es sich zu streiten
 
Im Dauerwahlkampfmodus
 
Kaum ist mit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen die dritte ihrer Art in Deutschland verdaut, richtet der politisch interessierte Europäer sein Augenmerk schon auf die nächsten Urnengänge. Am 8. Juni stehen Neuwahlen in Großbritannien an, am 11. und 18. Juni folgen die Parlamentswahlen in Frankreich. Und für September ist schließlich die Bundestagswahl terminiert, bevor es im Oktober in Österreich zu Neuwahlen kommt. Zuvor hatten in diesem Jahr die Voten in den Niederlanden und Frankreich die Gemüter erhitzt.

Kein Zweifel, wir sind im Dauerwahlkampfmodus. Erfreulich ist, dass die europafeindlichen, rechtspopulistischen Kandidaten auf nationaler Ebene nie reüssieren konnten – auch nicht bei der Präsidentschaftswahl in Österreich im vergangenen Jahr. Damit hat Europa Zeit gewonnen, sich neu zu erfinden. Und diese Zeit gilt es zu nutzen. Damit wurde aber auch ins Bewusstsein gerufen, dass es sich lohnt, für die europäische Idee einer liberalen Gesellschaft, die uns über 70 Jahre Frieden gebracht hat, zu streiten. Nicht umsonst gehen inzwischen die Leute unter dem Motto „Pulse of Europa“ jeden Sonntag in vielen europäischen Städten für Europa auf die Straße.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 











E.ON sammelt erfolgreich 2 Mrd. € am Kapitalmarkt ein













Louis Vuitton kommt gleich mit 4 Anleihen und 1.000 € Mindeststückelung



























Rallye zahlt den Investoren 4,371% Zinsen jährlich






 
Emissionsreigen für Investoren
 
Nahtlos knüpft die rege Investitionstätigkeit der Unternehmen an die letzte Berichtswoche an. Gründe hierfür dürften die gestiegenen Konjunkturerwartungen, aber auch der Wahlausgang in Frankreich sein. Alleine über 10 Mrd. Euro sammelten E.ON, Louis Vuitton, IBM, Rallye, CNH Industrial und die Deutsche Telekom am Kapitalmarkt ein.

E.ON erfreute dabei die Privatanleger mit 3 Anleihen über Laufzeiten von 4, 7 sowie 12 Jahren und einer Mindeststückelung von 1.000 €. Insgesamt platzierte der Energieversorger aus NRW 2 Mrd. € und ließ sich bei allen 3 Anleihen eine Make Whole Option in die Anleihebedingungen schreiben. Der 4-jähirge Bond (A2E4BD) ist am 23.08.2021 fällig und mit einem jährlichen Kupon von 0,375% ausgestattet. Emittiert wurde zu 99,727%, was einem Spread von +32 bps über Mid Swap gleichkam. Die zweite Tranche (A2E4BE) mit Fälligkeit am 22.05.2024 zahlt dem Investor jährlich 0,875% Zinsen. Der Reoffer lag bei 99,347% (+50 bps über Mid Swap). Die 12-jährige Anleihe (A2E4BF) läuft bis zum 22.05.2029 mit einem Kupon in Höhe von 1,625% jährlich. Ausgegeben wurde das Papier zu 98,754% (+72 bps über Mid Swap).

Das börsennotierte Unternehmen LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton emittierte gleich 4 Anleihen im Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. €. Der Floater (A19HWY) ist am 26.11.2018 fällig und der Zinssatz richtet sich nach dem vierteljährlichen Euribor +10 bps. Begeben wurde das Papier zu 100,40%. Die weiteren 3 Tranchen (A19HWZ, A19HW0, A19HW1) haben Laufzeiten von 3, 5 und 7 Jahren. Ausgestattet sind alle drei Anleihen mit einer Make Whole Option zu Gunsten des Emittenten und die Verzinsung bewegt sich jährlich zwischen 0% und 0,75%. Alle Anleihen haben eine Mindeststückelung von 1.000 €.

Mit einem Doppelpack machte in dieser Woche IBM auf sich aufmerksam und sammelte insgesamt 2 Mrd. € am Kapitalmarkt ein. Die erste 1 Mrd. € schwere Tranche (A19HWW), ein 8-jähriger Bond ist am 23.05.2025 fällig und hat einen Kupon in Höhe von 0,95%. Der Emissionspreis wurde mit 99,831% festgelegt. Dies entsprach +37 bps über Mid Swap. Über die 2. Anleihe (A19HWX) sammelte der US-amerikanische Konzern ebenfalls 1 Mrd. € zu einem jährlichen Zins von 1,5% bei den Investoren ein. Fällig ist das Papier am 23.05.2029 und der Reoffer bei 99,793% kam einem Spread von +50 bps über Mid Swap gleich.

Als vierter im Bunde legte CNH Industrial einen 5-jährigen Bond (A19HT0) mit einem Emissionsvolumen von 500 Mio. € auf. Der Hersteller von Investitionsgütern mit Sitz in Großbritannien zahlt für die Aufnahme des Kredits am Bondmarkt 1,375% Zinsen p.a. an die Gläubiger. Der Emissionspreis belief sich auf 99,335%, was einem Spread von +130 bps über Mid Swap entsprach.

Rallye legte einen 6-jährigen 350 Mio. € schweren Bond (A19HW2) mit Fälligkeit am 23.01.2023 auf und zahlt den Investoren jährlich 4,371% Zinsen. Ausgegeben wurde das Papier zu pari, was +451,8 bps über Bund bedeutete. IBM, CNH Industrial und Rallye ließen sich für ihre Titel eine Make Whole Option in die Anleihebedingungen aufnehmen und legten die Mindeststückelung jeweils auf 100.000 € fest.

Als letzter im Bunde reihte sich die Deutsche Telekom ein und begab eine Anleihe (A19HWL) mit einem Volumen von 750 Mio. €. Die Telekom stattete den Bond mit einem Zins von 1,125% aus, welcher bis zur Fälligkeit am 22.05.2026 jährlich gezahlt wird. Emittiert wurde zu 99,085% (+96,8 bps über Bund). Die Anleihe ist ebenfalls mit einer Mindeststückelung von 1.000 € begeben worden.
 
 
 


 
 
 
 
   
NEUE UNTERNEHMENSANLEIHEN
 
 
 
 
Aktuelle Neuemissionen finden Sie immer auf Bondboard.
 
 
 
 
 
Fälligkeit
WKN
Kupon
Emittent
Roundlot
26.11.2018 A19HWY 0,0000% LVMH 17/18 FRN 1.000
26.05.2020 A19HWZ 0,0000% LVMH 17/20 1.000
23.08.2021 A2E4BD 0,3750% E.ON SE 17/21 1.000
23.05.2022 A19HT0 1,3750% CNH Industrial Fin. 17/22 100.000
23.05.2022 A19HJ3 0,5000% Repsol Intl. Fin. 17/22 100.000
26.05.2022 A19HW0 0,3750% LVMH 17/22 1.000
23.01.2023 A19HW2 4,3710% Rallye S.A. 17/23 100.000
22.05.2024 A2E4BE 0,8750% E.ON SE 17/24 1.000
26.05.2024 A19HW1 0,7500% LVMH 17/24 1.000
23.05.2025 A19HWW 0,9500% IBM Int. Business Machines 17/25 100.000
22.05.2026 A19HWL 1,1250% Deutsche Telekom Int. Fin. 17/26 1.000
19.05.2027 A19HQ1 1,1250% SNCF Réseau 17/27 100.000
22.05.2029 A2E4BF 1,6250% E.ON SE 17/29 1.000
23.05.2029 A19HWX 1,5000% IBM Int. Business Machines 17/29 100.000


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
MARKTDATEN AKTUELL
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
Aktuelle Marktentwicklung
 
Deutschland:

Der Juni-Kontrakt des richtungsweisenden Euro-Bund-Future schloss gestern mit einem gehandelten Volumen von 0,841 Mio. Kontrakten bei 161,06% (Vw.: 160,60%).

Die Trading-Range lag im Berichtszeitraum zwischen 160,00% und 161,57% (Vw.: 160,11% und 161,53%).
Der Euro-Buxl-Future (Range: 164,20% und 167,42%) schloss bei 166,40% (Vw.: 166,16%),
der Euro-Bobl-Future (Range: 131,17% und 131,88%) bei 131,66% (Vw.: 131,38%)
und der Euro-Schatz-Future (Range: 112,045% und 112,205%) bei 112,15% (Vw.: 112,10%).

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe (110241) lag im gestrigen Bundesbankfixing bei +0,414% (Vw.: +0,415%).

USA:

Zweijährige US-Treasuries rentieren bei 1,0621% (Vw.: 1,359%),
fünfjährige Anleihen bei 1,7723% (Vw.: 1,936%),
die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen 2,2417% (Vw.: bei 2,412%)
und Longbonds mit 30 Jahren Laufzeit bei 2,9238% (Vw.: 3,038%).

Am Aktien- und Devisenmarkt waren gegenüber der vergangenen Woche folgende Änderungen zu registrieren:

 
 
 
 
 
     
    Aktuell Veränderung Tendenz  
  DAX 12.631,61 -125,85  
 
  Dow Jones 20.606,93 -336,18  
 
  EUR/USD 1,1159 + 0,0294  
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
Die Entwicklung der wichtigsten Credit Indizes spiegelt im Vergleich zur Vorwoche eine unveränderte Risikoeinschätzung seitens der Anleger wider. Der I-Traxx-Main für Unternehmensanleihen guter Qualität sowie der I-Traxx-Crossover für High Yield Anleihen notieren weiterhin auf ihrem Vorwochenniveau.

Die I-Traxx-Indizes bilden derivative Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS) ab, mit denen Investoren den möglichen Default von Unternehmensanleihen absichern.


I-Traxx Entwicklung seit der vergangenen Woche:
 
 
 
 
 
     
    Aktuell Veränderung Tendenz  
  ITRAXX MAIN 62,5 +/-0  
 
  ITRAXX XOVER 254,5 +/-0  
 
 
 


 
 
 
 
   
NEUE COVERED BONDS, FINANCIALS, STAATSANLEIHEN
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fälligkeit
WKN
Kupon
Emittent
Roundlot
17.05.2024 A19HLN 2,3750% Vivat 17/24 100.000
17.05.2024 A19HK3 0,3750% Vorarlberger Landes- u. Hypothekenbank HPF 17/24 100.000
17.05.2024 A19HM1 0,5000% Westpac Banking Corp. cov. 17/24 100.000
22.05.2024 A19HCW 1,2500% JAB Holdings 17/24 100.000
23.05.2024 A2DAFL 0,3750% Haspa HPF 17/24 100.000
20.06.2024 A19HNA 0,5000% Agence France Local 17/24 100.000
18.05.2027 A19HK0 0,7500% De Volksbank cov. 17/27 100.000
18.05.2027 A2AAZ6 0,6250% Landwirtschl. Rentenbank 17/27 1.000
25.05.2027 A19HJU 1,0000% Bpifrance 17/27 100.000
18.05.2028 A19HCX 2,0000% JAB Holdings 17/28 100.000
17.05.2032 A19HK1 1,1250% Finnvera 17/32 100.000
17.05.2032 A19HM5 1,3750% Westpac Banking Corp. cov. 17/32 100.000
16.05.2047 NRW0KE 1,6500% Nordrhein-Westfalen 17/47 1.000
unbefristet A19HC3 6,5000% Banco de Sabadell 17/unbefr. (Fix-to-Float Nachranganleihe/CoCo) 200.000


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 















Neue Bestmarke seit Trump Wahl












Südafrikanischer Rand weiter sehr volatil













 
Euro auf der Überholspur
 
Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich aktuell auf einem bemerkenswerten Höhenflug. Nachdem die Präsidentschaftswahl in Frankreich den Euro bereits auf die Siegerstraße brachte, setzt dieser seinen Siegeszug in den vergangenen Handelstagen weiter fort.

So stieg die Einheitswährung innerhalb der Berichtswoche von seinem bisherigen Mai-Tief bei 1,0839 USD am vergangenen Donnerstag in beeindruckender Art und Weise bis auf 1,1172 USD. Dies ist ein neuer Bestwert in diesem Jahr und gleichzeitig der höchste Stand seit November 2016. Damals notierte der Euro um die Marke von 1,13 USD. Zum damaligen Zeitpunkt stieg der Euro in erster Reaktion auf einen möglichen Wahlsieg von Donald Trump stark an. Dieser Tage ist es eben erneut der amtierende US-Präsident, welcher mit seiner aktuellen Politik hauptsächlich für die Schwäche der eigenen Währung und gleichwohl für den festen Euro verantwortlich ist. Zudem überzeugt Europa derzeit mit positiven Nachrichten im Hinblick auf die Konjunkturdaten sowie auch die abnehmenden politischen Risiken. Damit hat die gemeinsame Währung Eurolands das Momentum klar auf ihrer Seite. Zur Stunde handelt der Euro weiterhin auf hohem Niveau und notiert aktuell bei 1,1130 USD.

Nicht nur zum Dollar präsentiert sich der Euro stark sondern auch zum südafrikanischen Rand. Die Währung Südafrikas zeigt sich weiterhin ziemlich anfällig, nicht zuletzt aufgrund der politischen Risiken im Land. Anfang Mai hat der Rand erstmals in 2017 die Marke von 15,00 ZAR nicht halten können und fiel zum Euro bis auf 15,0540 ZAR. Inzwischen konnte sich die Währung wieder etwas stabilisieren und handelt derzeit bei 14,80 ZAR.

Bei den Fremdwährungsanleihen standen in dieser Berichtswoche Bonds lautend auf US-Dollar, türkische Lira, südafrikanische Rand sowie auch mexikanische Peso im Fokus der Privatanleger.
 
 
 


 
 
 
 
   
AUSGEWÄHLTE FREMDWÄHRUNGSANLEIHEN
 
 
 
 

 
 
 
 
 
Währung
Fälligkeit
WKN
Kupon
Emittent
Roundlot
AUD 27.04.2027 A19GNA 4,0000% Wells Fargo and Company 17/27 AUD 1.000
BRL 01.10.2018 A11QY0 10,0000% KfW 14/18 BRL 5.000
CHF 25.11.2024 A1ZWW8 0,3750% Apple 15/24 CHF 5.000
CZK 29.10.2019 A1HEU5 1,5000% Tschechien 13/19 CZK 10.000
CZK 17.09.2025 A1ZEZA 2,4000% Tschechien 14/25 CZK 10.000
GBP 17.11.2021 A19HLQ 1,0000% BMW Intl. Inv. B.V. 17/21 GBP 1.000
MXN 16.08.2018 A1HPVJ 4,0000% Worldbank 13/18 MXN 1.000
MXN 25.02.2020 A1ZWX8 4,0000% EIB 15/20 MXN 1.000
NOK 12.04.2021 A2DAKG 2,1250% Deutsche Bank AG 17/21 NOK 10.000
NZD 08.02.2022 A2AAZZ 3,6250% Landwirtschl. Rentenbank 17/22 NZD 1.000
PLN 25.08.2026 A186HF 2,7500% EIB 16/26 PLN 1.000
RUB 25.09.2017 A1ML6A 6,7500% KfW 12/17 RUB 50.000
RUB 03.02.2027 A1G10S 8,1500% Russische Föd. 12/27 RUB 1.000
SGD 01.06.2021 A1GR3D 2,2500% Singapur 11/21 SGD 1.000
TRY 18.05.2020 JPM5MS 11,0000% JP Morgan Chase 17/20 TRY 10.000
USD 06.04.2020 A18ZSF 2,1250% Daimler Finance 16/20 USD 2.000
USD 09.10.2022 A1HA0K 2,7000% General Electric Co. 12/22 USD 2.000
USD 15.05.2025 A1Z0Y5 3,4000% ATT Inc. 15/25 USD 2.000
USD 27.03.2027 A19FBN 4,0000% Glencore Funding 17/27 USD Reg.S 2.000
ZAR 15.01.2020 A0GH75 7,2500% Südafrika 05/20 ZAR 1
ZAR 23.05.2022 A11QFT 8,2500% Landwirtschl. Rentenbank 14/22 ZAR 5.000
ZAR 21.12.2026 A1ZUWK 8,1250% EIB 15/26 ZAR 5.000


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse, Baader Bank
 
 
 
 
 
Halvers Kapitalmarkt Monitor
 
Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank und berichtet in seinem wöchentlichen Newsletter über Entwicklungen an den Finanzmärkten. Mit speziellem Fokus auf Aktien erhalten Anleger eine fundierte Analyse der marktbewegenden Ereignisse und eine klare Einschätzung der Börsensituation, immer vor dem Hintergrund der politischen Großwetterlage.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Baader Gebäude außen
 
Zentrale der Baader Bank in Unterschleißheim bei München
 
BAADER BANK
 
 
 
 
Die Baader Bank ist Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten und eine der führenden Investmentbanken für die DACH-Region.

Als Market Maker / Spezialist sind wir für die börsliche und außerbörsliche Preisfindung von über 850.000 Wertpapieren verantwortlich.
Im Investmentbanking entwickeln wir Finanzierungslösungen für Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. Institutionellen Anlegern bieten wir umfassende Dienstleistungen beim Vertrieb und dem Handel von Aktien, Anleihen und Derivaten.

Herausgeber:
Baader Bank AG
Weihenstephaner Str. 4
85716 Unterschleißheim
Deutschland
www.baaderbank.de

Redaktionell verantwortlich:
Klaus Stopp

Mitglieder der Redaktion:
R. Mollenhauer, T. Spengler, I. Zeba

Über mögliche Interessenkonflikte und rechtliche Hinweise informieren Sie sich bitte im Disclaimer auf www.bondboard.de/Newsletter/Disclaimer.