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12. April 2018
 
 
 
 
Gespenst eines Handelskriegs ist erst einmal verscheucht
 
 
 
Von Machtproben und griechischen Dramen
 
 
 
Barnier: Reibungsloser Handel auch nach dem Brexit
 
 
 
Schuldenberg der USA wächst kräftig
 
 
 
Corporate Bonds: Coty setzt eine Duftmarke
 
 
 
ÜBERBLICK NEUE UNTERNEHMENSANLEIHEN
 
 
 
MARKTDATEN AKTUELL
 
 
 
Euro-Bund-Future: Nachhaltige Erholung oder nur Flucht in den sicheren Hafen?
 
 
 
Aktuelle Marktentwicklung
 
 
 
Neuemissionen: USA refinanziert fast 200 Mrd. USD
 
 
 
ÜBERBLICK NEUE COVERED BONDS, FINANCIALS, STAATSANLEIHEN
 
 
 
Währungsanleihen: Russland und Türkei werden am Devisenmarkt abgestraft
 
 
 
ÜBERBLICK AUSGEWÄHLTE FREMDWÄHRUNGSANLEIHEN
 
 
 
WEITERE NEWSLETTER DER BAADER BANK
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Rhetorik bei der EZB verändert sich
 
Allen Marktteilnehmern ist klar, dass die Kehrtwende in der europäischen Zinspolitik bevorsteht. Aber wegen der sich täglich vermehrenden politischen und wirtschaftlichen Streitthemen ist eine seriöse Prognose hinsichtlich des Zeitplans nicht möglich. Jedoch ist ein sogenanntes Drehbuch für die Zinswende nur die eine Seite der Medaille. Denn bevor man den Plan in die Tat umsetzen kann, müssen die Finanzmärkte auf die geldpolitischen Anpassungen mit einer geänderten Kommunikation vorbereitet werden. Hierin liegt zunächst das Hauptproblem, denn bisher hat man den einzelnen Ratsmitgliedern außerhalb der siebentägigen „Quiet Periode“ keinen Maulkorb angelegt.
 
Klaus Stopp
„In den kommenden Wochen und Monaten ist seitens der EZB-Notenbanker mit einem vermehrten Einsatz von Testballons zu rechnen.“
 

So wurde man immer wieder mit den Bedenken eines Jens Weidmann zu den aktuellen EZB-Ankaufprogrammen oder aber auch mit den Gedanken eines Vitor Constancio, dem im kommenden Monat scheidenden EZB-Vizepräsidenten, bzw. von Benoit Coeure konfrontiert. Betonte Jens Weidmann stets die Dringlichkeit eines Endes von QE, so warnte Vitor Constancio immer wieder - mit dem Hinweis auf das noch nicht erreichte Inflationsziel - vor einem zu raschen Wechsel auf eine straffere Geldpolitik. Auch der Franzose Benoit Coeure verweist bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf, dass Geldpolitik eine langfristige Angelegenheit ist und noch für längere Zeit - die Wirtschaft unterstützend - eingesetzt wird. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass für Investoren der Traum von inflationsausgleichenden Zinsen auch in naher Zukunft nicht in Erfüllung gehen wird.

Dies heißt allerdings nicht, dass Zinsanpassungen generell ausgeschlossen werden können. Es wird im Zuge der anstehenden Zinsentscheidungen der wichtigen Notenbanken sehr viel Fingerspitzengefühl von den Notenbankern um Mario Draghi verlangt werden. Doch was bedeutet das? Sollen die Marktteilnehmer immer wieder mit den gleichen Argumenten auf den Tag „X“ vorbereitet werden? Nein, das kann und wird nicht die Strategie sein. Eher stellt sich das Gefühl ein, dass die Notenbanker mit unterschiedlichen Sichtweisen eine „Schaukelbewegung“ initiieren sollen, um die Reaktionen der Marktteilnehmer besser beurteilen zu können.

Anders ist die jüngste Äußerung des österreichischen Vertreters Ewald Nowotny zu Anleihekäufen und Zinsentwicklung nicht zu verstehen. In einem Interview hat er die Möglichkeit einer Erhöhung des Einlagensatzes von -0,40% auf -0,20% ins Spiel gebracht, und zwar noch bevor der Leitzins erhöht werden würde. Die Reaktion an den Devisenmärkten ließ nicht lange auf sich warten. Aber auch die Tatsache, dass ein EZB-Sprecher sich genötigt sah, darauf hinzuweisen, dies spiegele nicht die Meinung des EZB-Rates wider, sondern nur des Gouverneurs Nowotny, lässt vermuten, dass in den kommenden Wochen und Monaten noch viele dieser „Testballons“ aufsteigen werden.


Klaus Stopp, Head of Market Making Bonds der Baader Bank
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 









China gibt sich gefügig.






















Wieviel Xis Ankündigungen wert sind, muss sich erst noch zeigen.







Trump kann Erfolg verbuchen.
 
Gespenst eines Handelskriegs ist erst einmal verscheucht
 
Soll das etwa heißen, D. T., der Unberechenbare, hat Erfolg mit seiner aggressiven Art, Wirtschaftspartner durch eine protektionistische Handelspolitik unter Druck zu setzen? Tatsächlich scheinen die Drohungen des US-Präsidenten in China Wirkung zu entfalten. Nachdem Trump seine Keule der Androhung von Strafzöllen geschwungen hat, gibt sich der Staatschef in Peking, Xi Jinping, gefügig. Bei dem Gipfel im chinesischen Davos, Boao, avisierte Xi, seine Regierung werde ausländischen Unternehmen, insbesondere aus der Finanzbranche, den Markteintritt in China erleichtern.

Auch der Forderung der Autoindustrie nach einer Lockerung von Beteiligungsregeln will Peking offenbar nachgeben. Ebenso soll geistiges Eigentum künftig besser geschützt werden. Bekanntlich beklagen westliche Firmen immer wieder, den mangelnden Schutz von Patentrechten im Reich der Mitte. Als weiteres Zugeständnis gegenüber den USA, aber auch Europa, zählt insbesondere die Ankündigung von Xi, die Zölle auf importierte Autos beträchtlich zu senken – ein Umstand, der natürlich auch in der deutschen Autoindustrie für Jubel sorgen dürfte. China belegt zurzeit die Einfuhr ausländischer Fahrzeuge mit 25% Zoll. Ebenso hat die Ankündigung der chinesischen Zentralbank, auf eine Abwertung der Landeswährung Yuan als Druckmittel gegen Washington zu verzichten, für weitere Entspannung gesorgt.

Wieviel diese Signale, die da Peking aussendet, wert sind, muss sich zwar erst noch zeigen. Schließlich hat Xi bereits vor gut einem Jahr im schweizerischen Davos sich nahezu wortgleich geäußert. Und geschehen ist bislang reichlich wenig. Im Gegenteil, Beobachter weisen immer wieder darauf hin, dass sich die Situation für ausländische Firmen in China in den vergangenen Jahren häufig verschlechtert und nicht etwa verbessert habe.

Aber dass China nun liefern wird, davon sind die Kapitalmärkte überzeugt. Dies zeigen die Reaktionen an den weltweiten Aktienmärkten, die allesamt mit steigenden Kursen reagierten. Das Gespenst eines andauernden Handelskriegs ist mit Xis Einlenken zunächst einmal verscheucht. Trump, der China gedroht hatte, Produktgruppen im Volumen von 100 Mrd. USD mit Strafzöllen zu belegen, kann die Zugeständnisse aus Peking als seinen Erfolg verbuchen. Dennoch wird seine Unberechenbarkeit etwa im Syrien-Konflikt weiterhin dazu beitragen, dass die Kapitalmärkte auch künftig volatil bleiben werden. So bereits gestern geschehen. Via Twitter einen militärischen Schlag anzukündigen, ist eines Staatsmannes nicht würdig. In Zeiten von Kennedy und Nixon hat man die Botschafter der betroffenen Staaten einbestellt, um die weiteren Schritte zu erläutern bzw. anzudrohen. Das waren noch Zeiten - gute alte Zeiten!
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 








Macrons riskantes Spiel





Paris hält Maastricht-Norm ein.







Bankenrettung lässt Italiens Schulden steigen.










Athen braucht weitere Erleichterungen bei Schulden.


 
Von Machtproben und griechischen Dramen
 
Es ist die erste richtige Machtprobe zwischen den Gewerkschaften und Staatspräsident Emmanuel Macron, die sich derzeit im Nachbarland Frankreich abspielt. Im Arbeitskampf mit den Bahnarbeitern, Müllwerkern oder Air-France-Beschäftigten will sich der Hausherr im Elysée-Palast als starker Präsident profilieren – ein Spiel mit hohem Risiko. Denn sollte Macron den Kampf verlieren, wären wesentlich wichtigere Reformen, die es anzupacken gilt, gefährdet. Unter anderem liegt die Malaise in einem ausgeprägten Mangel an Fachkräften bzw. den hohen Unternehmenssteuern.

Immerhin, geliefert hat Frankreichs junger Präsident beim Thema Haushalt. Erstmals seit zehn Jahren konnte Paris 2017 mit 2,6% sein Budgetdefizit wieder unter die Maastricht-Norm von 3% drücken. Auch für das laufende und das kommende Jahr ist damit zu rechnen, dass die 3%-Grenze nicht gerissen wird.

Aber auch Italien hat 2017 das Maastricht-Kriterium für die Neuverschuldung eingehalten. Mit 2,3% liegt der Wert allerdings über den erwarteten 1,9%, von denen Rom ursprünglich ausgegangen war. Notwendig geworden war die Korrektur nach oben wegen der Pleite zweier Banken in Venetien sowie der Traditionsbank Monte dei Paschi, die allesamt durch Staatsgelder gerettet worden waren. Insgesamt beträgt der Schuldenberg in Italien 131,8% des BIPs und liegt damit doppelt so hoch wie der in Deutschland. Ungewiss ist der weitere Kurs von Italien, nachdem es bei den Parlamentswahlen am 4. März eine Pattsituation gegeben hat. Diesen Donnerstag soll die zweite Konsultationsrunde über eine Regierungsbildung starten.

Um Staatsschulden geht es auch weiterhin in Griechenland, genauer gesagt um Schuldenerleichterungen, wie sie die Regierung in Athen erneut anstrebt. Zwar soll Griechenland nach acht Jahren Krise das internationale Rettungsprogramm beenden. Doch auch wenn dann die letzten Hilfskredite geflossen sein werden, bleibt Athen auf einem riesigen Schuldenberg sitzen. Der wird bis Jahresende auf 332 Mrd. € oder 180% des BIPs anwachsen, was für das griechische Schuldendrama heißt: Kein Ende in Sicht. Daher haben der Eurorettungsschirm ESM und Frankreich nun Vorschläge gemacht, wie man die Laufzeiten der Hilfskredite weiter strecken könnte. Dass es zu Schuldenerleichterungen für Athen kommen wird, scheint bereits festzustehen. Einzig offen ist die Frage nach dem Wie für diese insbesondere in Deutschland unpopuläre Maßnahme.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 











Begrenzter Marktzugang für britische Firmen









Politische Brisanz in Nordirland








Außengrenze der EU könnte mitten durch Großbritannien verlaufen.
 
Barnier: Reibungsloser Handel auch nach dem Brexit
 
Dass die wirtschaftlichen Folgen eines Austritts von Großbritannien aus der EU beträchtlich sein werden, darauf weisen Wirtschaftsvertreter immer wieder hin. So drückt der Brexit laut einer Studie sogar schon länger auf die Stimmung der britischen Banken als die globale Finanzkrise. Im ersten Quartal 2017 lag der CBI/PwC-Barometer bei minus 17% und damit das achte Quartal in Folge. Nicht von Ungefähr hat EU-Chefunterhändler Michel Barnier Großbritannien zum Verbleib in Binnenmarkt und Zollunion der Gemeinschaft aufgerufen. Das sei die einzige Option, die einen reibungslosen Handel ohne Kontrollen ermöglicht, so Barnier. Daher strebt die EU ein weitgehendes Freihandelsabkommen mit Großbritannien an, sieht jedoch auch die Grenzen einer solchen Regelung mit Blick auf Mitbestimmungsrechte und den Marktzugang für britische Firmen in den EU-Binnenmarkt.

Doch die EU-Verhandlungsdelegation um Barnier hat nicht nur wirtschaftliche Themen im Blick, sondern auch die politisch brisante Frage nach der Grenzsituation zwischen Nordirland und der Republik Irland. War es doch der Status einer „no hard border“, der die Grundlage des Karfreitagsabkommens von 1998 darstellte, das zu einer Befriedung des jahrzehntelangen Bürgerkriegs in der Region geführt hat. Mit Beginn des Brexits müsste es mitten in Irland wieder Zoll- und Warenkontrollen geben, weil die EU ein unbeschränktes Einfallstor in ihren Binnenmarkt nicht zulassen will.

Deshalb strebt die EU durch eine Ausnahmeregelung für Nordirland die Integration in die EU-Zollunion an. In der Konsequenz wären dann Kontrollen zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinigten Königreiches nötig. Damit würde die Außengrenze der EU mitten durch Großbritannien verlaufen, was wiederum insbesondere die Brexiteers nicht zulassen wollen. Setzt sich aber die Idee von Barnier durch, würde Nordirland im Prinzip weiter wie ein Mitglied der EU behandelt werden.

Die Themen, die es für die Verhandlungspartner abzuarbeiten gilt, sind also vielfältig. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die Zeit knapp wird. Auf 29. März 2019, also in weniger als 12 Monaten, ist der Brexit terminiert. Daher sollte das eigentliche Austrittsabkommen bereits bis Oktober ausgearbeitet sein. Doch wie soll das gelingen?
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 







Ursache dieser Entwicklung ist die Steuerreform.










Schuldenquote wird auf 100% des BIPs ansteigen.
 
Schuldenberg der USA wächst kräftig
 
Angesichts der lauten Töne eines drohenden Handelskrieges ist die Frage nach dem Haushaltsdefizit der USA etwas in den Hintergrund getreten. Wie nun eine neue Analyse des Haushaltsbüros des US-Kongresses offenbarte, wird sich die Neuverschuldung des Landes im Fiskaljahr (bis Ende September) um 139 Mrd. USD auf 804 Mrd. USD erhöhen. Ursache dieser Entwicklung ist die Steuerreform von D. T., dem Unberechenbaren, und das erst kürzlich gebilligte Haushaltsgesetz. Zwar wird davon ausgegangen, dass die Steuerreform für jährlich 0,7% mehr Wachstum sorgt. Dieser Schub kann aber die entstehende Haushaltslücke nur teilweise ausfüllen. Trump hatte dagegen behauptet, dass sich die Steuerkürzungen selbst tragen würden. Wie das überparteiliche Haushaltsbüro (CBO) weiter feststellte, soll das Defizit weiter „substanziell wachsen", bevor 2023 eine Stabilisierung eintrete.

Auch in relativen Zahlen ist dieser Trend besorgniserregend. So wird das Defizit von 3,5% des BIPs auf 5,1% im Jahr 2022 ansteigen. Sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, wird das Defizit auch auf diesem Niveau verharren. Damit sieht sich Trump mit einer sich verschlechternden Haushaltslage konfrontiert. Entsprechend wird die Staatsschuldenquote in den kommenden zehn Jahren auf nahezu 100% des BIPs ansteigen und damit den höchsten Schuldenstand seit dem Zweiten Weltkrieg erreichen.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 


































Autowerte buhlen um die Gunst der Investoren




 
Coty setzt eine Duftmarke
 
Infolge der Marktentwicklung wurden in den vergangenen Wochen immer wieder Anleihen gemäß den Emissionsbedingungen vorzeitig gekündigt und die Investoren, der dadurch nach Wiederanlage verlangenden finanziellen Mittel, konnten unter zahlreichen Neuemissionen auswählen, wobei allerdings nicht mehr annähernd die damalige Renditen erzielt werden können.

So hat beispielsweise das Unternehmen Coty, ein Parfüm- und Kosmetikkonzern mit Sitz in New York, zwei Anleihen platziert und dadurch insgesamt 800 Mio. € refinanziert. Der erste Teil der Dualtranche (A19YUL) ist am 15.04.2023 endfällig und mit einem Kupon von 4% (halbjährliche Zinszahlung) ausgestattet. Begeben wurde diese Tranche bei pari, was einem Emissionsspread von +409 bps über Bunds entsprach. In den Anleihebedingungen wurde eine vorzeitige Rückzahlung zum 15.04.2020 zu 102%, zum 15.04.2021 zu 101% bzw. zum 15.04.2022 zu 100% festgeschrieben. Die zweite Tranche (A19YVH) ist erst am 15.04.2026 fällig und wurde nach dem gleichen Muster begeben. Das heißt ebenfalls halbjährliche Zinszahlung (Kupon: 4,75% p.a.), Begebung zu 100% (+449 bps über Bunds) und jährliche Kündigungsmöglichkeit ab dem 15.04.2021 zu gestaffelten Preisen (103,563% / 102,375% / 101,188% bzw. 100%). Bei beiden Gattungen wurde die Mindeststückelung auf nominal 100.000 € fixiert.

Aber auch Unternehmen der Autobranche, wie das niederländische Tochterunternehmen, Volkswagen Fin. Serv., stellten den Investoren Material zur Verfügung. Neben einem Floater (A2LQJZ) mit Mindeststückelung von nominal 100.000 €, der zu 100,228% emittiert wurde, am 11.10.2019 zur Rückzahlung ansteht und dessen Zins sich am 3-Monats-Euribor orientiert (+0,35 PP und aktuell bei 0,021%), wurden auch noch zwei weitere Emissionen aufgelegt. Die zweite Anleihe (A2LQJ0) ist am 12.04.2021 zurückzuzahlen, hat einen jährlichen Kupon von 0.375%, wurde zu 99,926% emittiert (+37 bps über Mid Swap) und ist 500 Mio. € schwer. Die am 12.04.2023 fällig werdende Gattung (A2LQJ1), im Volumen von 750 Mio. €, wurde zu 99,505% begeben und ist mit einem jährlichen Kupon von 0,875% ausgestattet. Dies entsprach einem Spread von +60 bps über Mid Swap. Die beiden zuletzt genannten VW-Anleihen wurden in der privatkundenfreundlichen Stückelung (nominal 1.000 €) aufgelegt. Zusammen mit dem Floater konnte Volkswagen somit 2,25 Mrd. € aufnehmen.

Andere Autohersteller wie die französischen Unternehmen PSA (XS1808861840) und Renault (FR0013329315) wollten dem nicht nachstehen. PSA hat sich dadurch die aktuellen Konditionen für fünf Jahre und Renault für sechs Jahre gesichert. Nähere Informationen zu diesen beiden Bonds erhalten Sie im Internet unter www.bondboard.de.
 
 
 


 
 
 
 
   
NEUE UNTERNEHMENSANLEIHEN
 
 
 
 
Aktuelle Neuemissionen finden Sie immer auf Bondboard.
 
 
 
 
 
Fälligkeit
WKN
Kupon
Emittent
Roundlot
11.10.2019 A2LQJZ 0,0000% VW Fin. Serv. AG 18/19 FRN 100.000
09.04.2020 A19Y1P 0,1710% Daimler Int. Fin. 18/20 FRN 100.000
12.04.2021 A2LQJ0 0,3750% VW Fin. Serv. AG 18/21 1.000
06.04.2023 A19YUB 0,5000% Toyota Finance Austr. 18/23 100.000
12.04.2023 A2LQJ1 0,8750% VW Fin. Serv. AG 18/23 1.000
15.04.2023 A19YUL 4,0000% Coty 18/23 Reg.S 100.000
18.10.2024 A19YYV 1,0000% Cap Gemini 18/24 100.000
01.04.2026 A19YMG 3,6250% LKQ Europ. Holdg. 18/26 Reg.S 100.000
15.04.2026 A19YVH 4,7500% Coty 18/26 Reg.S 100.000
01.04.2028 A19YNU 4,1250% LKQ Europ. Holdg. 18/28 Reg.S 100.000
11.04.2028 A19Y48 1,7500% Scentre Management 18/28 100.000
18.04.2028 A19YYW 1,7500% Cap Gemini 18/28 100.000
11.04.2030 A19YYD 1,5000% Euroclear Inv. 18/30 100.000
11.04.2048 A19YYE 2,6250% Euroclear Inv. 18/48 100.000


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
MARKTDATEN AKTUELL
 
 
 
 
 

























Was passiert, wenn bei Politikern die Vernunft zurückkehrt?
 
Nachhaltige Erholung oder nur Flucht in den sicheren Hafen?
 
In diesem aktuellen weltpolitischen Umfeld eine Trendeinschätzung an den internationalen Finanzmärkten zu wagen, kommt einem Blick in die Glaskugel gleich. Haben doch die unterschiedlichsten Schlagzeilen zu Handelsbeschränkungen, Strafzöllen, Brexit und zukünftiger Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks zu oftmals spiegelbildlichen Reaktionen an den Aktien- und Rentenmärkten geführt. Jetzt allerdings besteht die Möglichkeit – im Falle einer Rückkehr der Risikobereitschaft an den Aktienmärkten – zu überprüfen, ob sich dadurch die Renditenrückgänge wieder umkehren.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass der Mitte Februar initiierte Aufwärtstrend weiterhin intakt ist. Somit ergeben sich nach charttechnischer Analyse ein erster Widerstand im Bereich 159,60% und ein zweiter bei ca. 160,26%. Die untere Unterstützungslinie des aufwärtsgerichteten Trendkanals verläuft momentan bei ca. 159,14% mit einer täglichen Steigerung von +0,11 Prozentpunkten.

Insgesamt wurden viele Marktteilnehmer von der positiven Entwicklung der Anleihekurse überrascht, aber auf dem aktuellen Niveau bei den 2-, 5- und 10-jährigen Bunds besteht unter normalen Voraussetzungen keine Veranlassung, auf weiter steigende Kurse zu setzen. Sollte sich jedoch die Situation bei einem der diversen Krisenherde dramatisch verändern, so wäre auch von hier aus ein weiterer Anstieg möglich. Normalerweise sollten allerdings eine Beruhigung an den Aktienmärkten und die Rückkehr der Vernunft bei den Politikern eher für einen Rücksetzer beim Sorgenbarometer sorgen.

Aktuell notiert der Euro-Bund-Future bei ca. 159,45%, was einer Rendite für 10-jährige Bunds von ca. 0,50% entspricht.
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
Aktuelle Marktentwicklung
 
Deutschland:

Der Juni-Kontrakt des richtungsweisenden Euro-Bund-Future schloss gestern mit einem gehandelten Volumen von 0,665 Mio. Kontrakten bei 159,50% (Vb.: 157,88%).

Die Trading-Range lag im Berichtszeitraum zwischen 158,05% und 159,69% (Vb.: 157,67% und 158,35%).
Der Euro-Buxl-Future (Range: 163,52% und 166,50%) schloss bei 165,74% (Vb.: 162,94%),
der Euro-Bobl-Future (Range: 130,67% und 131,30%) bei 131,12% (Vb.: 130,64%)
und der Euro-Schatz-Future (Range: 111,86% und 111,99%) bei 111,895% (Vb.: 111,905%).

Die Rendite der aktuellen 10-jährigen Staatsanleihe der Bundesrepublik Deutschland (110244 / 2028) lag im gestrigen Bundesbankfixing bei +0,506% (Vb.: +0,592%).

USA:

Zweijährige US-Treasuries rentieren bei 2,307% (Vb.: 2,304%),
fünfjährige Anleihen bei 2,613% (Vb.: 2,671%),
die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen bei 2,779% (Vb.: 2,874%)
und Longbonds mit 30 Jahren Laufzeit bei 2,994% (Vb.: 3,101%).


Am Aktien- und Devisenmarkt waren gegenüber dem Bericht vom 22. März folgende Änderungen zu registrieren:
 
 
 
 
 
     
    Aktuell Veränderung Tendenz  
  DAX 12.293,97 -15,18  
 
  Dow Jones 24.189,45 -492,86  
 
  EUR/USD 1,2365 -0,0005  
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
Die I-Traxx-Indizes, die die Bonität von Unternehmensanleihen widerspiegeln, zeigen im Wochenverlauf ein uneinheitliches Bild. Der I-Traxx Main für Unternehmensanleihen guter Bonität fiel um 0,5 auf 57,5 Punkte, woran abzulesen ist, dass Investoren in dieser Anlageklasse ihre Risiken als etwas geringer einstufen. Der I-Traxx-Cross-over, der für spekulative Hochzinsanleihen steht, ist hingegen leicht– und zwar um 1,5 auf 284,5 Punkte gestiegen. Dies signalisiert, dass bei diesen Produkten die Anleger ihre Risiken, die sie mit einem Engagement eingehen, höher als in der Vorwoche beurteilen.

Die I-Traxx-Indizes bilden derivative Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS) ab, mit denen Investoren den möglichen Default von Unternehmensanleihen absichern.


I-Traxx Entwicklung gegenüber dem Bericht vom 22. März:
 
 
 
 
 
     
    Aktuell Veränderung Tendenz  
  ITRAXX MAIN 57,5 -0,5  
 
  ITRAXX XOVER 284,5 +1,5  
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 



















Wenig Interesse bei langem Bund-Tender
 
USA refinanziert fast 200 Mrd. USD
 
In dieser Handelswoche haben die USA insgesamt T-Bills, T-Notes und T-Bonds für 199 Mrd. USD aufgelegt und somit die 200er-Milliarden-Grenze nur knapp verfehlt. Emittiert wurden einmal die wöchentlich üblichen Geldmarktpapiere (4 Wochen, 3 und 6 Monate) für 135 Mrd. USD sowie T-Notes mit Laufzeiten von 3 und 10 Jahren für insgesamt 51 Mrd. USD. Abgerundet wird das Ganze am heutigen Donnerstag mit der Aufstockung der 30-jährigen T-Bonds.

In Euroland hingegen wurden wesentlich kleinere „Brötchen“ gebacken. So zeigten sich neben Deutschland die Niederlande (A19QGZ / 2024), Österreich (A19VB0 / 2028 ; A0G4X4 / 2037) und Italien mit diversen Aufstockungen am Kapitalmarkt aktiv. Insgesamt wurden auf diesem Wege ca. 11 Mrd. € eingesammelt. Für die Bundesrepublik Deutschland wurde einmal die inflationsindexierte Anleihe (103056 / 2026) um 500 Mio. € auf nunmehr 14 Mrd. € und die 2046 endfällige Anleihe (110234) um 1,5 Mrd. € auf 24,5 Mrd. € aufgestockt. Die Zuteilung erfolgte beim Linker zur realen Durchschnittsrendite von -1,11% und bei der technisch unterzeichneten Bundesanleihe mit einer Durchschnittsrendite von 1,12%. Anzumerken ist hierbei, dass für die 1,5 Mrd. € lediglich Kaufaufträge im Volumen von 1,073 Mrd. € aufgegeben wurden. Hiervon wurden 1,043 Mrd. € berücksichtigt und die restlichen 457 Mio. € zur Marktpflege umgebucht.
 
 
 


 
 
 
 
   
NEUE COVERED BONDS, FINANCIALS, STAATSANLEIHEN
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fälligkeit
WKN
Kupon
Emittent
Roundlot
12.04.2021 A2E4D7 0,0000% Berlin Land 18/21 FRN 1.000
28.09.2022 A19YJR 0,2500% Bank of Nova Scotia cov. 18/22 100.000
29.03.2023 A19YHZ 1,5000% AIB Group 18/23 100.000
11.04.2023 A19YYX 0,2500% Cie Fin. Foncier 18/23 100.000
11.04.2023 A19Y1U 0,1710% Mizuho Fin. Gr. 18/23 FRN 100.000
16.04.2025 A19Y9C 0,5000% B.N.G. 18/25 100.000
16.04.2026 A19Y9E 4,7500% Ägypten 18/26 Reg.S. 100.000
05.04.2028 A14JY5 0,8000% Baden-Württemberg Landesschatzanw. 18/28 1.000
10.04.2028 A19Y1V 1,5980% Mizuho Fin. Gr. 18/28 100.000
11.04.2028 A19Y1S 1,5000% DBS Group Hldgs. 18/28 (Fix-to-Float Nachranganleihe) 100.000
11.04.2028 A19Y43 0,8750% ING Bank cov. 18/28 100.000
18.04.2028 CZ40MQ 0,8750% Commerzbank HPF 18/28 1.000
16.04.2030 A19Y9G 5,6250% Ägypten 18/30 Reg.S. 100.000
12.04.2038 A19YY7 1,4500% ABN AMRO cov. 18/38 100.000
unbefristet A19YTN 7,0000% Ibercaja Banco 18/unbefr. (Fix-to-Float Nachranganleihe/CoCo) 200.000


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 





















 
Russland und Türkei werden am Devisenmarkt abgestraft
 
Am Devisenmarkt sind es dieser Tage die Währungen Russlands sowie der Türkei, welche die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich ziehen. Beide Staaten verbindet eine enge Handelsbeziehung und dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass der Außenwert dieser beiden Währungen so stark gefallen ist.

Die neuerlichen Sanktionen der Vereinigten Staaten gegenüber Russland brachten neben dem heimischen Aktienmarkt auch die eigene Währung gewaltig unter Druck. Im Vergleich zum US-Dollar verlor der Rubel deutlich. Ein Dollar kostete zeitweise 65,0396 RUB und erreichte damit den höchsten Wert seit November 2016. Vor der Veröffentlichung der neuen Sanktionen handelte der US-Dollar noch bei einem Wechselkurs von 58 RUB. Auch zum Euro zeigt sich das gleiche Bild. So konnte die Gemeinschaftswährung erstmals seit März 2016 wieder die Marke von 80 RUB überspringen.

Eine noch schlechtere Entwicklung ist in den vergangenen Handelstagen bei der türkischen Landeswährung zu beobachten. Der Kurs der türkischen Lira ist mittlerweile seit geraumer Zeit im freien Fall. Zum Wochenstart stieg der Euro erstmals über die wichtige Marke von 5 TRY. Damit setzt die Bosporus-Währung ihre Talfahrt fort und markierte neue Rekordtiefs sowohl gegenüber dem Euro (5,1940 TRY) als auch dem Greenback (4,1934 TRY).

Das Devisenpaar EUR/USD handelte in den vergangenen drei Wochen in einer relativ engen Tradingrange zwischen 1,2215 USD und 1,2476 USD, um nach der gestrigen Veröffentlichung des Protokolls der letzten FOMC-Sitzung heute Morgen bei 1,2365 USD zu notieren.

Bei den Fremdwährungsanleihen standen aufgrund der aktuellen Entwicklungen Bonds lautend auf russische Rubel und türkische Lira im Fokus der Privatanleger. Darüber hinaus zählten Währungsanleihen auf US-Dollar, südafrikanische Rand sowie auch vereinzelt mexikanische Peso zu den gesuchten Papieren.
 
 
 


 
 
 
 
   
AUSGEWÄHLTE FREMDWÄHRUNGSANLEIHEN
 
 
 
 

 
 
 
 
 
Währung
Fälligkeit
WKN
Kupon
Emittent
Roundlot
AUD 30.01.2023 A2G8XE 3,7500% Deutsche Bk. Syd. 18/23 AUD 10.000
AUD 11.12.2024 A19S5P 3,2500% National Australia Bank 17/24 AUD 2.000
AUD 21.06.2039 A1Z848 3,2500% Commonwealth Bk. Aust 15/39 AUD 1.000
BRL 28.01.2020 A1HGAX 0,5000% EBRD 10/20 BRL 10.000
BRL 28.06.2021 A19KLA 7,2500% EIB 17/21 BRL 5.000
CAD 05.11.2020 A1Z9TJ 1,2500% EIB 15/20 CAD 1.000
GBP 27.09.2022 A186S6 1,0000% Toyota Motor Credit Corp. 16/22 GBP 1.000
INR 03.06.2019 A1ZEZ4 7,8000% IFC 14/19 INR USD 10.000
MXN 19.01.2021 A18WXW 4,7500% EIB 16/21 MXN 10.000
MXN 07.07.2027 A19FJP 6,5000% EIB 17/27 MXN 1.000
NOK 22.05.2019 A0TVTE 4,5000% Norwegen 08/19 NOK 1.000
NZD 15.04.2027 A1ZLNE 4,5000% Neuseeland, Staat 14/27 NZD 10.000
RUB 27.02.2019 A1G3F7 7,5000% Russische Föd. 12/19 RUB 1.000
RUB 23.11.2020 A189KV 7,2500% Weltbank 16/20 RUB 100.000
RUB 22.03.2022 A19X86 5,2500% IFC 18/22 RUB 50.000
RUB 19.01.2028 A1HFLY 7,0500% Russische Föd. 13/28 RUB 1.000
TRY 06.03.2019 A1X3EC 10,0000% KfW 14/19 TRY 1.000
TRY 16.03.2020 A19EAH 10,0000% Weltbank 17/20 TRY 1.000
USD 13.02.2019 DB0W3R 2,5000% Deutsche Bk. Ldn. 14/19 USD 1.000
USD 12.04.2023 A19Y5P 3,4500% BMW US Cap. 18/23 USD Reg.S 2.000
USD 22.08.2024 A19M93 2,8000% Amazon 17/24 USD Reg.S 2.000
USD 01.04.2028 A19X5Z 3,8000% McDonald's 18/28 USD 1.000
ZAR 18.08.2027 193960 0,0000% Eskom 97/27 ZERO ZAR 5.000
ZAR 28.02.2031 A1AXYF 7,0000% Südafrika 10/31 ZAR 1


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank und berichtet in seinem wöchentlichen Newsletter über Entwicklungen an den Finanzmärkten. Mit speziellem Fokus auf Aktien erhalten Anleger eine fundierte Analyse der marktbewegenden Ereignisse und eine klare Einschätzung der Börsensituation, immer vor dem Hintergrund der politischen Großwetterlage.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Herausgeber:
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Redaktionell verantwortlich:
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Mitglieder der Redaktion:
R. Mollenhauer, T. Spengler, I. Zeba

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